Viel Lärm um nichts

Artikel vom 26.05.2008

Die Idee kam beim Fernsehen.
Die Idee zu dieser Arbeit ist ihm wirklich während des Fernsehens gekommen. „Ich habe den Film von und mit Kenneth Branagh gesehen”, erzählt Julius. „Dabei hatte ich den Eindruck, dass sich der Stoff hervorragend für ein Ballett eignet.” Während der Arbeit entschloss er sich, einen Handlungsstrang der Shakespeare-Komödie zu verfolgen und andere bewusst zu vereinfachen.
So wurde die Liebes- und Eifersuchtsgeschichte von Hero und Claudio zu seinem Leitfaden für das Ballett. „Als erster so einen Stoff zu choreografieren, ist wunderbar. Ich muss keine Vergleiche anstellen oder darauf achten, einer anderen Fassung ähnlich zu werden”, erzählt der sichtlich begeisterte Choreograf. Sein ursprüngliches Ballettlibretto schrieb Julius für das Schweriner Ensemble nochmals um. Die erste Fassung sah deutlich mehr Figuren vor, als das Ballettensemble möglich machen könnte. So entwickelte Julius nochmals neue Ideen und reduzierte die Handlung bewusst auf ihre wesentlichen Elemente. Der Choreo­graf taucht mit seinen Tänzern und Tänzerinnen in das Shakespeare‘sche Gefühlschaos ein und bringt die komplizierte Welt der unzuverlässigen Gefühle mit den Mitteln des Tanzes auf die Bühne.

Paul Julius war von 2000 bis 2006 Solotänzer am Mecklenburgischen Staatstheater und kehrt nun mit einer Uraufführung nach Schwerin zurück. 2005 choreografierte er für das New York City Ballett, auf Einladung des New York Choregraphic Institutes, das Stück „Scratching the Surface“. Danach arbeitete er u. a. mit dem serbischen Nationalballett und für das Stuttgarter Ballett.